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AI in PR

Künstliche Intelligenz ist in der Public Relations längst kein neues Thema mehr. Sie ist zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit moderner Kommunikationsteams geworden. Von Recherche und Content-Erstellung über Medienmonitoring bis hin zu Reporting: KI ist heute in die täglichen Arbeitsabläufe integriert. Branchenanalysen von Cision und Meltwater zeigen, dass KI sich von der Experimentierphase hin zur Standardpraxis entwickelt hat und Teams dabei hilft, schneller und effizienter zu arbeiten.

In Agenturen wird KI vor allem unterstützend eingesetzt. Sie hilft bei Aufgaben wie der Identifikation von Journalist:innen, der Erstellung von Inhalten, dem Tracking von Medienberichterstattung und der Analyse von Ergebnissen. Laut Brandwatch und Sprinklr verbessern diese Tools Geschwindigkeit und Struktur, ersetzen jedoch nicht die zentralen Elemente der PR. Strategie, Storytelling und Beziehungen bleiben weiterhin menschlich geprägt und stehen im Zentrum erfolgreicher Kommunikation.

Was sich wirklich verändert, ist die Art und Weise, wie Sichtbarkeit entsteht. PR bedeutet heute nicht mehr nur Medienpräsenz oder Suchmaschinenrankings. Immer stärker geht es darum, wie Marken in KI-Systemen erscheinen, die Antworten generieren. Entwicklungen von Google sowie Studien von Semrush zeigen, dass sich die Suche in Richtung KI-basierter Ergebnisse verschiebt, bei denen Inhalte klar, strukturiert und vertrauenswürdig sein müssen, um berücksichtigt zu werden.

Diese Entwicklung lässt sich durch drei zentrale Konzepte erklären:

Generative Engine Optimization (GEO) bedeutet, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Tools wie ChatGPT oder Perplexity AI sie finden, verstehen und nutzen können – und sie idealerweise in ihre Antworten integrieren.
AI Visibility beschreibt die Sichtbarkeit einer Marke in KI-generierten Antworten, etwa in Tools wie Google Gemini, Perplexity, ChatGPT und weiteren LLMs.
Narrative Intelligence bedeutet, die Informationen und Quellen aktiv mitzugestalten, die KI-Systeme zur Beschreibung einer Marke verwenden – ähnlich der Art und Weise, wie Systeme von OpenAI Informationen verarbeiten und kombinieren.

Insgesamt erweitert sich PR deutlich. Es geht nicht mehr nur um klassische Medienarbeit, sondern zunehmend darum, wie Informationen über verschiedene Plattformen hinweg verstanden und verarbeitet werden. Sichtbarkeit entsteht heute in Medien, in der Suche und in KI-Systemen. Die Werkzeuge verändern sich, die Grundlagen bleiben jedoch gleich: klare Botschaften, starke Geschichten und vertrauensvolle Beziehungen.

Bei Chapter 4 sehen wir KI als integralen und selbstverständlichen Bestandteil der PR- und Kommunikationsarbeit. Wir nutzen sie zur Unterstützung von Recherche, zur Verbesserung von Inhalten und für bessere Insights – immer mit einer klaren menschlichen Perspektive. Gleichzeitig nutzen wir sie, um die Relevanz von PR- und redaktionellen Quellen für die Zukunft der Kommunikation sichtbar zu machen.

Strategie, Kreativität und Beziehungen bleiben dabei im Zentrum unserer Arbeit. Für uns ist KI ein Werkzeug, das uns hilft, smarter und schneller zu arbeiten – ohne den Fokus auf das zu verlieren, was in der Kommunikation wirklich zählt.